Die Proteste sind wieder da. In Staaten, in denen man es nicht vermutet hätte. In der Türkei und in Brasilien. Die Auslöser scheinen erst einmal banal. Abriss von Bäumen in einem Park in Istanbul und eine Fahrpreiserhöhung für den Bus in Brasilien. Diese Dinge sind jedoch nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Die Ursache ist in beiden Fällen die Gleiche. Neoliberalismus. Also das System der systematischen Ausbeutung der Gesellschaft und des Staates zugunsten einer elitären Minderheit und zu Lasten der Allgemeinheit.
Beide Staaten haben in den letzten Jahren einen großen wirtschaftlichen Boom erlebt. Doch bei der Bevölkerung kommt nichts an. Vor allem den jungen Menschen hat man immer eingebläut, sie müssten eine gute Ausbildung machen und fleißig lernen dann bekommen sie entsprechende Berufe und das dazugehörige Einkommen und die damit verbundenen Sicherheiten. Die jungen Menschen haben ihren Teil erfüllt. Diese Generation ist die am besten ausgebildetste die diese Staaten je hatten und trotzdem haben sie schlechtere Perspektiven als ihre Eltern.
Arbeiten auf dem Niveau einer Wirtschaftsmacht. Leben auf dem Niveau eines Entwicklungslandes. Parallel dazu wächst der Reichtum der Oberschicht ins Gigantische und sie, die Reichen, haben sich den Staat und seine Institutionen Einverleibt. Es wird nur noch da investiert, wo es dieser Elite nützt. Gespart wird da, wo es der Elite nicht schadet. So ist für Prestigeobjekte immer genügend Geld da. Für klassische kommunale u. staatliche Aufgaben nicht.
Sonntag, 30. Juni 2013
Sonntag, 2. September 2012
Wollt ihr die totale Ökonomie?
Darf man den heute praktizierten Neoliberalismus mit Faschismus vergleichen? Ja, man muss sogar. Wir durchleben zur Zeit eine radikale Ökonomisierung die keine Tabus mehr kennt. Das führt dazu, dass sogar gesellschaftliche Gruppen auf ihre ökonomische Verwertbarkeit hin geprüft werden. Unsere Gesellschaft wird dabei zusehends als ein Unternehmen betrachtet (die Deutschland AG) und eine Existenzberechtigung wird nur jenen zuerkannt, die zum Unternehmenserfolg beitragen. Streng nach dem Motto: „du bist nichts, dein Wirtschaftsstandort ist alles.“ [1]
Diese Fixierung auf wirtschaftliche Ziele und die Forderung nach Unterwerfung unter diese Ziele verstärken eine autoritäre Spirale, die letztlich zu einer autoritären Aggression gegen Schwächere führt. Es ist ein zivilisatorischer Tabubruch, bei dem eine Ungleichwertigkeit von Menschen öffentlich propagiert wird.[1] Was ist das anderes als eine neue Spielart von Faschismus?
Zu alldem kommt eine gesteuerte Nationalisierung der Bevölkerung durch diverse Dampfplauderer und Scharfmacher, die in unseren Massenmedien omnipräsent vertreten sind und dadurch einen nationalistischen Chauvinismus erst salonfähig machen.
Das alles trifft auf einen Zeitgeist, der diese Tendenzen wohlwollend aufnimmt. Es wundert also nicht, dass eine Langzeitstudie der Uni Bielefeld der bürgerlichen Mitteschicht eine steigende Fremdenfeindlichkeit sowie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und einen Hang zu rechten und nationalistischen Haltungen bescheinigt. [2]
Gleichzeitig fallen bisherige Tabus wie der bewaffnete Einsatz der Bundeswehr im Inneren und die Forderung, die Bundeswehr auch auf Rohstoffsichernde Einsätze im Ausland vorzubereiten.
Nachtigall ick hör dir trapsen…
Sonntag, 26. August 2012
Sündenbock- Jornalismus für den Nationalchauvinismus
Wir erleben gerade in unseren Medien, wie die nationalistische Keule rausgeholt wird um von den wirklichen Problemen abzulenken und einen Sündenbock zu präsentieren.
Die Strategie ist banal, um eine Diskussion über ein bestimmtes Thema zu vermeiden pusht man eine gegenteiliges Thema. So wird aus dem Profiteur der Schuldenkrise ein Zahlmeister. Aus der im Ausland meistgehaßten und international politisch isolierten Frau Merkel wird eine gefragte Krisenmanagerin wenn ausländische Staatschefs vorbeischauen um sie zum Einlenken zu bekehren. Wenn dann Bilder in der Auslandspresse von Fr. Merkel in Naziuniform gezeigt werden, was nachvollziehbar ist, da Fr. Merkel in den Augen der ausländischen Presse einen Wirtschaftsfaschismus betreibt, befeuert unsere Presse alte Reflexe.
Aus den Erfahrungen, die Griechenland und Spanien gerade mit der von den deutschen aufgezwungenen strikten Austeritätspolitik machen, die die Wirtschaft komplett zusammenbrechen läßt und deshalb so langsam sogar bei den eingesetzten Technokraten die Einsicht reift, dass eine andere also eine keynesianistische Wirtschaftspolitik richtig wäre, wird ein bittstellen um Aufschub konstruiert. Richtig ist, dass gerade zwei wirtschaftspolitische Denkschulen um die richtige Medizin rangeln und die deutsche Ansicht gerade von der Realität widerlegt wird, was die ideologisch verborten deutschen Politiker aber nicht wahr haben wollen, weil nach ihrer Ansicht nicht sein kann, was nicht sein darf…
Deutschland wird in den Medien als Zahlmeister dargestellt dabei ist es genau umgekehrt. Deutschland profitiert enorm und hält die Krise deshalb so lange es geht am laufen. Es wird so getan, als ob die Südländer Schuld wären dabei ist es Deutschland mit dem irrwitzigen Exportüberschuss auf dem man sogar noch stolz ist. Das ist vollkommen irrational!!! Wird der Öffentlichkeit aber als etwas Positives verkauft.
Dienstag, 17. April 2012
Jetzt geht’s los...
Die Propagandahetze gegen die Occupy-Bewegung in Deutschland hat begonnen
Nachdem der Hessische Rundfunk im Rahmen der Berichterstattung über die M31 Demonstration (die übrigens nicht von Occupy veranstaltet wurde) vom 31.3.12 schon tendenziös und sehr einseitig berichtete, legte nun die Bild Zeitung mit ihrem bekannten Kampagnemuster nach. Die Strategie ist hierbei die altbewährte. In den Köpfen der Menschen soll neben der Kriminalisierung folgende Botschaft verankert werden: die ursprünglichen Aktivisten mit ihren damals zwar berechtigten Anliegen hätten nun die Bewegung weitgehend verlassen, ihre Stelle hätten Chaoten und Spinner eingenommen denen es nur um Krawalle geht um öffentlichen Unfriede zu stiften. Problem erkannt, Gefahr gebannt, die Ordnungsmacht muss streng durchgreifen.
Ziel dieser Kampagne ist es, die anstehenden Demonstrationen des Bündnisses Blockupy Frankfurt (an dem die Occupy-Bewegung und zahlreiche weitere Initiativen darunter attac und DGB mitwirken) zu diskreditieren.
Den neoliberalen Parteien und ihren Unterstützern in den Mainstream Medien ist es bislang hervorragend gelungen, den anstehenden Fiskalpakt weitgehend aus der öffentlichen Diskussion herauszuhalten. Dies soll bist zur Verabschiedung dieses Gesetzes und der Grundgesetzänderung auch so bleiben. Wahrscheinlich hat man sich auch deshalb das aktuelle Ablenkungsmanöver mit der Beschneidung des Rederechts der abweichenden Abgeordneten einfallen lassen (in ein paar Wochen wird man diesbezüglich sowieso wieder zurückrudern). Auch das skandalisieren des Grass Gedichtes war wunderbar geeignet, um die öffentliche Aufmerksamkeit vom Fiskalpakt abzulenken.
Samstag, 7. April 2012
Wie viel Reichtum können wir uns leisten?
Geld und Schulden - eine faktenbasierte Polemik
Der Reichtum in Deutschland ist extrem ungleich verteilt. Zudem stehen den Geldvermögen genau gleich hohe Schulden gegenüber, die von der Mehrheit mit Zinszahlungen zu bedienen sind. Die großen Geldvermögen Weniger stellen daher für die Mehrheit der Bevölkerung eine große Belastung dar. Übermäßiger Reichtum Weniger erzeugt ganz reale und konkrete Armut für die Mehrheit.Wie viel Reichtum können wir uns leisten?
Deutschland ist ein reiches Land – so heißt es – dennoch haben die meisten Menschen immer weniger Geld zum Leben und es verrotten Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Patienten[4] und Altersheiminsassen. Sozialleistungen werden gekürzt oder gestrichen – vorzugsweise bei Menschen[5], bei denen keine Gegenwehr zu erwarten ist. Auch die Alters-Armut nimmt dank Riester[6] Rente wieder zu.Abbildung 1:
Wie das Heruntersickern des Reichtums in der Praxis funktioniert. Uns wurde immer wieder das Propaganda-Märchen erzählt, dass der Reichtum der so genanten “Leistungsträger” von oben nach unten sickere[1] und es uns daher um so besser ginge, je mehr Geldvermögen es in Deutschland gäbe.
Dienstag, 28. Februar 2012
Ohrfeige 2.0
Jetzt ist es offiziell, die Linke nominiert Beate Klarsfeld für das Amt der Bundespräsidentin. Auch wenn sie leider chancenlos gegen Herrn Gauck sein wird, ist dies ein Zeichen, das gesetzt wird. Es wird einen langen Schatten werfen. Zum einen auf diese heutige Republik und zum anderen auf Herrn Gauck und den machtpolitischen Klüngel, der ihn nominiert hat.
Die Doppelmoral der Konservativen
Die Doppelmoral der Konservativen
Beate Klarsfeld ist eine, die es verdient hätte, in dieses Amt gewählt zu werden und somit die Bundesrepublik zu repräsentieren. Sie wäre ein Aushängeschild für die heutige Bundesrepublik. Ein längst überfälliges Zeichen für die mangelnde und schlechte Aufbereitung des Dritten Reiches im Nachkriegsdeutschland. Sie wäre eine gute Bundespräsidentin für die Anforderungen der heutigen Zeit, in der viele Weichen gestellt werden hin zur marktkonformen Demokratie. In einer Zeit, in der das Grundgesetz bedroht ist durch etablierte Parteien, durch einen neoliberalen Zeitgeist und entfesselte Eliten, die den Oligarchen näher stehen als den Demokraten.
Alleine, dass
Beate Klarsfeld als Gegenkandidatin in der Bundesversammlung im Deutschen Bundestag sitzen wird, ist eine schallende Ohrfeige an die Doppelmoral der Konservativen und der deutschen neoliberalen Einheitspartei mit ihren Blockflöten CDU/CSU, SPD, FDP u. Grüne. Letztlich auch an Herrn Gauck selbst. Diesen angeblichen Bürgerrechtler der er gewesen sein soll in der DDR. In Wirklichkeit aber nur in dem Maße, wie Putin ein lupenreiner Demokrat war und ist. Gauck mußte nie anecken gegen das Establishment, gegen die Mächtigen. Er war und ist ein privilegierter in beiden Systemen. In der DDR mit Westauto und Reisefreiheit für sich und seine Familie und später in der BRD als Amtsträger. Immer nützlich für gewisse Kreise. Damals wie heute...
Montag, 27. Februar 2012
Internationale Aktionskonferenz Frankfurt war erfolgreich
Es bleibt also zu hoffen, dass der Widerstand gegen die Verarmungspolitik wächst und mit großer gebündelter Dynamik an den Sitz der EZB getragen wird.
Mittwoch, 15. Februar 2012
Merkels neoliberale Schocktherapie zerstört Europa
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisiert scharf das von der Bundesregierung forcierte Spardiktat, das die Troika aus Europäischer Zentralbank, IWF und EU-Kommission Griechenland auferlegt, und erklärt sich solidarisch mit der protestierenden Bevölkerung Griechenlands. "Angela Merkel zerstört die Chancen für ein solidarisches, demokratisches Europa. Wir sagen: Dies geschieht nicht in unserem Namen!" , sagte Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. "Diese Krisenpolitik ist ein Angriff auf die Demokratie, verschärft die Krise, zerstört politische und soziale Strukturen und dient vor allem der Rettung der Gläubiger, nicht der griechischen Bevölkerung. Zur Kasse gebeten werden vor allem diejenigen, die keinerlei Verantwortung für die Krise haben."
Dabei seien gerade die extreme Exportorientierung der deutschen Wirtschaftspolitik und die damit verbundene Politik der Standortverbilligung mit verantwortlich für die starken wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa. Bereits mit der Agenda 2010 habe Deutschland durch sinkende Löhne und Sozialkosten diese Ungleichgewichte forciert. Roland Süß: "Unsere Exportüberschüsse sind die Defizite und damit die Schulden anderer Länder wie Griechenland. Diese Unterschiede im Handel sind mit verantwortlich für deren hohe Staatsschulden." Vor diesem Hintergrund wirke sich das Strukturproblem Griechenlands – die fehlende effiziente Steuerverwaltung sowie die fehlende Besteuerung von Vermögen – verheerend aus.
Dabei seien gerade die extreme Exportorientierung der deutschen Wirtschaftspolitik und die damit verbundene Politik der Standortverbilligung mit verantwortlich für die starken wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa. Bereits mit der Agenda 2010 habe Deutschland durch sinkende Löhne und Sozialkosten diese Ungleichgewichte forciert. Roland Süß: "Unsere Exportüberschüsse sind die Defizite und damit die Schulden anderer Länder wie Griechenland. Diese Unterschiede im Handel sind mit verantwortlich für deren hohe Staatsschulden." Vor diesem Hintergrund wirke sich das Strukturproblem Griechenlands – die fehlende effiziente Steuerverwaltung sowie die fehlende Besteuerung von Vermögen – verheerend aus.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Die Verballhornung im Ersten
Neulich habe ich mir mal wieder die Börse im Ersten angeschaut. Besser gesagt, ich habe es mir angetan denn, es ist eine völlig überflüssige Sendung, moderiert von Anja Kohl. Ja genau, die Damen, die so toll in Switch Reloaded parodiert wird. Und ehrlich, de facto, ist die nicht anders als von Martina Hill gespielt. Obwohl, in der ARD haben ihre Behauptungen sogar noch weniger Substanz. Sie schwadroniert gerne über „Die Anleger“ und „Die Märkte“. Wahrscheinlich kennt sie die persönlich. Und tatsächlich, manche behaupten sogar, sie sei mit denen verstrickt. Das Online Magazin "Carta" z.B. Es listete schon 2009 zahlreiche Nebengeschäfte der Moderatorin auf. Auch bei börsennotierten Firmen. Dies sei eine unzulässige Verquickung mit ihrer Tätigkeit als unabhängige Börsenexpertin der ARD war zu lesen. So steht es auch bei Wikipedia.
Auf jeden Fall weiß sie (Frau Kohl), warum „Die Anleger“ sich sorgen, warum „Die Märkte“ noch „abwarten“ oder manchmal benutzt sie auch „zögern“ usw. Die FAZ sah sich auch schon veranlasst über die Sendung zu berichten. Sie (die Sendung) erzeuge einen „eigentümlich hypnotischen Sog“. Es werde eine „Andacht zelebriert“ und weiter, die Sendung „ist ein Fall für die kirchlichen Sektenbeauftragten“. So die FAZ. Allerdings bezog sich das auf einen anderen Moderator. Herrn Kackisch. Ich finde, die beiden Journallistendarsteller nehmen sich da nichts. Jacke wie Hose.
Auf jeden Fall weiß sie (Frau Kohl), warum „Die Anleger“ sich sorgen, warum „Die Märkte“ noch „abwarten“ oder manchmal benutzt sie auch „zögern“ usw. Die FAZ sah sich auch schon veranlasst über die Sendung zu berichten. Sie (die Sendung) erzeuge einen „eigentümlich hypnotischen Sog“. Es werde eine „Andacht zelebriert“ und weiter, die Sendung „ist ein Fall für die kirchlichen Sektenbeauftragten“. So die FAZ. Allerdings bezog sich das auf einen anderen Moderator. Herrn Kackisch. Ich finde, die beiden Journallistendarsteller nehmen sich da nichts. Jacke wie Hose.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Staatlich organisierte Veruntreuung
Über kaum ein Thema hört und liest man so wenig, wie über die grotesken Umwege der Staatsfinanzierung über Geschäftsbanken. Ein Tabu. Kein Wunder, denn jedes mal, wenn der vernünftige Vorschlag gemacht wird, dieses doch direkt zu tätigen, rufen beim ersten Stichwort in diese Richtung gleich vorschnelle Dummköpfe: Druckerpresse! Inflation!
Das alles hat natürlich nichts mit zusätzlicher Geldvermehrung zu tun. Dennoch, dieser Reflex ist dem Deutschen Michel so eingeimpft, wie dem deutschen Schäferhund das Apportieren beim Pfiff mit der Pfeife.
Zur Zeit ist es so, dass die staatlichen Zentralbanken Geld in fast unbegrenzter Höhe, an die Geschäftsbanken verleihen, zu einem sehr niedrigen Zinssatz. Die Geschäftsbanken wiederum leihen dann dieses an die Staaten zurück, mit einem wesentlich höheren Zinssatz. Begründet wird dieses Verfahren damit, dass wenn die Zentralbanken das Geld direkt an die Staaten verleihen würden, diese Staaten dann zu günstig an Kredite kommen würden und somit sich immer mehr verschulden, was letztlich zur Überschuldung und Inflation führen soll.
Diese Argumentation ist so hirnrissig und man muss sich schon wundern, dass sie über so viele Jahrzehnte Aufrechterhalten werden konnte. Im Klartext heißt das nämlich, die Politik traut sich selbst nicht zu, diszipliniert mit Krediten umzugehen und schalten deshalb private Geschäftsbanken dazwischen, um Kredite künstlich zu verteuern und somit nicht in Versuchung zu geraten, zu viele Kredite aufzunehmen. Die Zinsgewinne gehen dann voll an diese Geschäftsbanken. Oder anders gesagt: so, wie Jagdhunde bei der Hatz auf Beute, in einen Blutrausch geraten, so kommt die Politik in einen „Kreditrausch“, wenn diese Kredite zu billig sind.
Das alles hat natürlich nichts mit zusätzlicher Geldvermehrung zu tun. Dennoch, dieser Reflex ist dem Deutschen Michel so eingeimpft, wie dem deutschen Schäferhund das Apportieren beim Pfiff mit der Pfeife.
Zur Zeit ist es so, dass die staatlichen Zentralbanken Geld in fast unbegrenzter Höhe, an die Geschäftsbanken verleihen, zu einem sehr niedrigen Zinssatz. Die Geschäftsbanken wiederum leihen dann dieses an die Staaten zurück, mit einem wesentlich höheren Zinssatz. Begründet wird dieses Verfahren damit, dass wenn die Zentralbanken das Geld direkt an die Staaten verleihen würden, diese Staaten dann zu günstig an Kredite kommen würden und somit sich immer mehr verschulden, was letztlich zur Überschuldung und Inflation führen soll.
Diese Argumentation ist so hirnrissig und man muss sich schon wundern, dass sie über so viele Jahrzehnte Aufrechterhalten werden konnte. Im Klartext heißt das nämlich, die Politik traut sich selbst nicht zu, diszipliniert mit Krediten umzugehen und schalten deshalb private Geschäftsbanken dazwischen, um Kredite künstlich zu verteuern und somit nicht in Versuchung zu geraten, zu viele Kredite aufzunehmen. Die Zinsgewinne gehen dann voll an diese Geschäftsbanken. Oder anders gesagt: so, wie Jagdhunde bei der Hatz auf Beute, in einen Blutrausch geraten, so kommt die Politik in einen „Kreditrausch“, wenn diese Kredite zu billig sind.
Freitag, 27. Januar 2012
Lügen, betrügen, manipulieren – Regieren bis sich die Balken biegen
Ist es nur Realitätsverlust, mangelnde Erkenntnis, ein Fehler im System oder ein staatlich organisiertes Lügengebäude? Wir Staatsbürger sind täglich einer massiven Manipulation unserer Nachrichten und Presseberichte ausgesetzt, die diversen Diktaturen lediglich in ihrer subtilen Machart aber nicht in ihrer umfassenden Wirkung nachstehen. Ich meine damit nicht manche Revolverblätter sonder öffentlich rechtliche Anstalten, Behörden, Ämter und unsere Regierung im Bund und in Landtagen.
Wie lässt es sich erklären,
dass die Arbeitslosenstatistik ad absurdum geführt wird, in dem man sie so verbiegt, dass Kurzarbeiter, Ein-Euro-Jobber und diejenigen, die von privaten Arbeitsvermittlern betreut werden, nicht mitzählen? Auch wer das 58 Lebensjahr erreicht hat, fliegt aus der Statistik. Ist das wirklich noch Schönfärberei oder schon mehr?
Wie lässt es ich erklären,
dass man Wirtschaftsdaten so ins Gegenteil umdeutet ja sogar ständig behauptet, uns ginge es gut? Das trifft nur auf die Gutverdiener zu aber nicht auf eine breite Masse. Nahezu jeder zehnte Deutsche ist auf eine staatliche Mindestsicherung angewiesen. Das ARD Radiofeature sprach in diesem Zusammenhang sogar von „Sklavenmarkt Deutschland“.
Wie lässt es sich erklären,
dass die Arbeitslosenstatistik ad absurdum geführt wird, in dem man sie so verbiegt, dass Kurzarbeiter, Ein-Euro-Jobber und diejenigen, die von privaten Arbeitsvermittlern betreut werden, nicht mitzählen? Auch wer das 58 Lebensjahr erreicht hat, fliegt aus der Statistik. Ist das wirklich noch Schönfärberei oder schon mehr?
Wie lässt es ich erklären,
dass man Wirtschaftsdaten so ins Gegenteil umdeutet ja sogar ständig behauptet, uns ginge es gut? Das trifft nur auf die Gutverdiener zu aber nicht auf eine breite Masse. Nahezu jeder zehnte Deutsche ist auf eine staatliche Mindestsicherung angewiesen. Das ARD Radiofeature sprach in diesem Zusammenhang sogar von „Sklavenmarkt Deutschland“.
Montag, 23. Januar 2012
Schamloser Reichtum wird immer mehr eine Gefahr für echte Demokratie
Reiche werden immer reicher, Arme noch ärmer und zahlreicher. Seit den 1990ger Jahren wächst der private Reichtum in Europa in schwindelerregende Höhen. Mit Reichtum also Geld ist aber immer auch Macht im Sinne von Einfluss gegeben. Wenn sich dieser Reichtum bei nur wenigen konzentriert, konzentriert sich auch der Einfluss bei diesen wenigen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass diejenigen, die über keine Reichtümer verfügen, immer mehr an politischer Einflussnahme verlieren. Parallel dazu werden sie auch wirtschaftlich abhängiger. Welche Möglichkeit der Einflussnahme bleibt dann noch übrig für normale Bürger und Wähler? Verschärft wird das alles noch durch das Agieren multilateraler Konzernen mit ihren Lobbyisten, Wirtschaftsverbänden usw. Sollte in einer Demokratie aber nicht das Interesse der Bevölkerung im Zentrum stehen?
Samstag, 14. Januar 2012
Wege aus einer kranken Gesellschaft
Bereits 1953 untersuche Erich Fromm die seelische und geistige Erkrankung unserer westlichen Gesellschaftskultur. Er veröffentlicht seine sozialpsychologische Untersuchung in „Wege aus einer kranken Gesellschaft“. Die Erkenntnisse in diesem Buch sind heute aktueller denn je und eine unverzichtbare Quelle für alle, die hinter die Dinge schauen wollen. Eine Zusammenfassung:
Der Mensch ist eine Laune der Natur. Durch seine Intelligenz und seine Begabung hat er sich im laufe seiner Entwicklung immer mehr von der Natur entfremdet. Am Anfang seiner Entwicklungsstufe war er Teil der Natur. Mit zunehmender Entwicklung seiner Intelligenz, begann er sich seiner Andersartigkeit bewusst zu werden. Er begann Götzen aus der Natur und dem Tierreich anzubeten, um sich weiter mit der Natur identifizieren zu können. Mehr und mehr entfernte er sich aber von der Natur, wurde von ihr unabhängiger. Vom Jäger und Sammler zum Ackerbauer, Handwerker. Er begann sich seine Götzen nicht mehr von der Natur, sondern von Vatergottheiten abzuleiten, welche Vernunft u. Gesetze repräsentieren und gab diesen menschliche Gestalt. Trotz des Patriarchats, welche die Autorität verkörpert, also die Macht des Vaters in der Familie, des Priesters, des Königs und des väterlichen Gottes im Himmel, konnte man die matriarchalischen Elemente wie Erd- und Naturgebundenheit, also die Idee der all-liebenden und all-verzeihenden Mutter (wie z.B. in der Marienverehrung des Christentums), immer noch erkennen.
Der Mensch ist eine Laune der Natur. Durch seine Intelligenz und seine Begabung hat er sich im laufe seiner Entwicklung immer mehr von der Natur entfremdet. Am Anfang seiner Entwicklungsstufe war er Teil der Natur. Mit zunehmender Entwicklung seiner Intelligenz, begann er sich seiner Andersartigkeit bewusst zu werden. Er begann Götzen aus der Natur und dem Tierreich anzubeten, um sich weiter mit der Natur identifizieren zu können. Mehr und mehr entfernte er sich aber von der Natur, wurde von ihr unabhängiger. Vom Jäger und Sammler zum Ackerbauer, Handwerker. Er begann sich seine Götzen nicht mehr von der Natur, sondern von Vatergottheiten abzuleiten, welche Vernunft u. Gesetze repräsentieren und gab diesen menschliche Gestalt. Trotz des Patriarchats, welche die Autorität verkörpert, also die Macht des Vaters in der Familie, des Priesters, des Königs und des väterlichen Gottes im Himmel, konnte man die matriarchalischen Elemente wie Erd- und Naturgebundenheit, also die Idee der all-liebenden und all-verzeihenden Mutter (wie z.B. in der Marienverehrung des Christentums), immer noch erkennen.
Freitag, 6. Januar 2012
Der Staatsfeind Nr. 1 - ein Schreckgespenst mit Namen Inflationsangst
Als Kind war ich mal mit meiner jüngeren Cousine am Rhein und ein Schiff lag mit ordentlich Tiefgang im Wasser. Die Fenster des Frachters waren nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche. Sie glaubte, wenn der Wasserstand des Rheins steigen würde, würde das Wasser durch das Fenster in das Schiff laufen. Mit dem gleichen Gedankenkonstrukt glauben rund 50% der Deutschen, dass wenn die Geldmenge steigt, es auch zu einer Inflation kommen müsste. Aber so wenig, wie die Wassermenge also der Pegelstand des Rheins, mit dem Tiefgang eines Schiffes zu tun hat, so wenig hat die Geldmenge bzw. ihre reine Zunahme mit einer Inflationsgefahr zu tun.
Sagenumwobene Druckerpresse
Das historische Beispiel, das immer angeführt wird, sind die 20'ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Dem allgemeinen Mythos nach, wurde damals die Geldmenge durch das anwerfen der Druckerpresse erhöht und führte in eine Hyperinflation und letztlich in den 2. Weltkrieg. So banal wie falsch! Damals, zwischen zwei Weltkriegen, herrschte eine völlig andere Situation. Ich sehe nicht, dass die heutige Europäische Union, Unmengen an Reparationen abführen muss und ich sehe auch keine erhebliche Umstellung der Produktionskapazitäten auf Rüstungsprodukte und somit infolge keine Warenverknappung. Aber genau das war damals ausschlaggebend.
Sagenumwobene Druckerpresse
Das historische Beispiel, das immer angeführt wird, sind die 20'ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Dem allgemeinen Mythos nach, wurde damals die Geldmenge durch das anwerfen der Druckerpresse erhöht und führte in eine Hyperinflation und letztlich in den 2. Weltkrieg. So banal wie falsch! Damals, zwischen zwei Weltkriegen, herrschte eine völlig andere Situation. Ich sehe nicht, dass die heutige Europäische Union, Unmengen an Reparationen abführen muss und ich sehe auch keine erhebliche Umstellung der Produktionskapazitäten auf Rüstungsprodukte und somit infolge keine Warenverknappung. Aber genau das war damals ausschlaggebend.
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Occupy 2012 – Demokraten dringend gesucht
Ein Aufruf und eine Einordnung der aktuellen Krise und des neuen globalen Bewegungszyklus „Occupy- Bewegung“. Die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten für uns alle.
Ein politischer Raum wurde geschaffen
Alles begann in Tunesien mit der Selbstverbrennung eines Gemüsehändlers, der die Schikanen der Polizei nicht mehr aushielt. Der arabische Frühling nahm daraufhin seinen lauf und schwappte nach dem Sturz des Diktators Ben Ali nach Europa. Im Mai kam es in Spanien zu Großdemonstrationen und im September sogar in den USA. Dann am 15.10.11 ein vorläufiger Höhepunkt mit dem globalen Aktionstag in 82 Ländern und 951 Städten. Allein in Deutschland kamen in 50 Städten 40.000 Menschen zusammen. Dies war dann auch der Start für die Occupy Bewegung in Deutschland mit der Errichtung des Camps vor der EZB in Frankfurt und anderen Städten. Seit dem ist vor allem durch die Präsenz des Camps vor der EZB ein politischer Raum vorhanden, der als Symbol überaus wichtig ist und in den Medien wahrgenommen und diskutiert wird.
Der Occupy Bewegung ist es zu verdanken, dass das in großen Teilen der Bevölkerung vorherrschende Gefühl von Frustration und Ohnmacht auf die Straßen und die Plätze getragen wurde. Es ist eine Empörung über Profitgier, Missmanagement und Klientelwirtschaft der selbsternannten Eliten mit ihrem System aus Geld, Macht und Einfluss zu Lasten und zur Ausbeutung der Allgemeinheit und die damit verbundene Bedrohung auf das soziale Gefüge. Dieses Gefüge, auf das man in Europa einmal stolz war. Das heute als zu teuer diffamiert wird. Aus Kalkül und mit verheerenden Folgen!
Ein politischer Raum wurde geschaffen
Alles begann in Tunesien mit der Selbstverbrennung eines Gemüsehändlers, der die Schikanen der Polizei nicht mehr aushielt. Der arabische Frühling nahm daraufhin seinen lauf und schwappte nach dem Sturz des Diktators Ben Ali nach Europa. Im Mai kam es in Spanien zu Großdemonstrationen und im September sogar in den USA. Dann am 15.10.11 ein vorläufiger Höhepunkt mit dem globalen Aktionstag in 82 Ländern und 951 Städten. Allein in Deutschland kamen in 50 Städten 40.000 Menschen zusammen. Dies war dann auch der Start für die Occupy Bewegung in Deutschland mit der Errichtung des Camps vor der EZB in Frankfurt und anderen Städten. Seit dem ist vor allem durch die Präsenz des Camps vor der EZB ein politischer Raum vorhanden, der als Symbol überaus wichtig ist und in den Medien wahrgenommen und diskutiert wird.
Der Occupy Bewegung ist es zu verdanken, dass das in großen Teilen der Bevölkerung vorherrschende Gefühl von Frustration und Ohnmacht auf die Straßen und die Plätze getragen wurde. Es ist eine Empörung über Profitgier, Missmanagement und Klientelwirtschaft der selbsternannten Eliten mit ihrem System aus Geld, Macht und Einfluss zu Lasten und zur Ausbeutung der Allgemeinheit und die damit verbundene Bedrohung auf das soziale Gefüge. Dieses Gefüge, auf das man in Europa einmal stolz war. Das heute als zu teuer diffamiert wird. Aus Kalkül und mit verheerenden Folgen!
Freitag, 23. Dezember 2011
Katholische Fundamentalisten vs. Grüßaugust - die Kehraus-Theorie
Unser oberster Staatsmann trat endlich vor das Mikrofon. Wir wissen jetzt, er hat Verständnis für die Fragen der Menschen und er hat sich nie in seiner politischen Arbeit von seinen reichen Freunden, die ihm so viel spendierten, beeinflussen lassen. Zia, was soll man da noch sagen? Ich glaube jetzt auch wieder an den Weihnachtsmann. Eigentlich hat es gar keinen Wert, sich mit diesem Herrn zu beschäftigen. Die FTD schrieb „Wulff vergibt sich seine Sünden“ damit ist auch alles gesagt. Viel wichtiger ist die Frage, warum kommt das gerade jetzt hoch und noch wichtiger, warum ausgerechnet befeuert von der Springerpresse? Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu. Ausgerechnet die, die die Regierung und ihre Kombattanten wie Marionetten an der kurzen Leine führen, die die ihnen geholfen haben dorthin zu kommen, wo sie jetzt sind. Die enthüllen jetzt alte Geschichten? Das wäre das erste mal, dass diese Medien die Redlichkeit verteidigen wollen. Welche Strategie steckt dahinter?
Dienstag, 20. Dezember 2011
Die verlotterte Republik und der Entwicklungsrückgang der Bürgergesellschaft
Bereits Ende der 1990er Jahre wurde durch den Soziologen Ulrich Beck der Begriff der „Brasilianisierug“ Deutschlands eingeführt. Er sagte damals einen Zerfall der Bürgergesellschaft voraus. Er meinte, dass mit dem Wandel, den Deutschland mit der zunehmenden sozialen Ungleichheit vollziehe, ein Entwicklungsrückgang der Bürgergesellschaft einhergehe. Er führte eine Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse sowie die Abstiegsängsten und Zerrüttung der Mittelschicht an. Wegen der zunehmenden Unübersichtlichkeit und Unsicherheit von Arbeits-, Biographie- und Lebensformen. Also Armutsszenarien, die bislang nur aus Ländern Südamerikas bekannt waren.
Mehr als zehn Jahr später muss man ihm konstatieren, er hatte weitgehend Recht. Dieser Begriff der „Brasilianisierung“ beinhaltet auch ein Gesellschaftsmodell, das dadurch bestimmt ist, dass eine kleine Oberschicht ungeheure Reichtümer ansammelt während eine breite Unterschicht abrutscht und verarmt. Mehr oder weniger für Kost und Logis arbeitet. Dazwischen eine Mittelschicht, bestehend aus einer akademischen Dienstklasse, funktionalen Wissenseliten und Technokraten.
Freitag, 16. Dezember 2011
Gulasch oder Windkraft - Kolumne wider den kulturellen Unterschied
Im Deutschlandradio Kultur hörte ich jüngst einen Bericht über Windenergie. Ein großer Fehler dieses ansonsten guten Senders ist freilich, dass er immer wieder meint, er müsse Zuhörer dazu ermutigen während der laufenden Sendung anzurufen, um der Zuhörermeinungen freien lauf zu lassen. Wahrscheinlich denkt der Sender, das sei irgendwie interaktiv und man könnte die Hörer so besser an die Anstalt binden. Mitnichten möchte ich einwenden. Denn, wer schon einmal erlebt hat, wie Oma Biedermann aus Hinterkukuksheim nebst dem köcheln ihres mittäglichen Süppchens und dem Nachhaltigkeits- Diskurs eines Experten der Uni Ostwestfalen- Lippe ihre Vorbehalte über die, wie sie es nannte, „Verspargelung“ des Landkreises zum Ausdruck brachte, kann ein solch demoskopisches Verhalten des Senders nicht mehr gutheißen. Davon abgesehen, Insider wissen fortan, welche Zeitung die Dame liest. Denn dieser Terminus technicus taucht fast ausschließlich in sehr konservativen Medien wie der Welt auf.
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Schuld - Ein Denkanstoß des "Zentrums für politische Schönheit"
Es gibt nur wenige Initiativen, die sich künstlerisch der politischen Bildung widmen. Besonders dann, wenn das Grundanliegen eine humanitäre Kurskorrektur der Gegenwart ist. Das Zentrum für politische Schönheit ist eine solche Initiative dessen künstlerisches Konzept in einer historischen „Retrospektivierung“ der Gegenwart besteht. Für den Think Tank der anderen Art, ist politische Schönheit immer auch moralische Schönheit. Sie verstehen sich als Denk-, Gefühls- und Handlungsfabrik für politische Poesie in dessen Zentrum der Traum der Humanität steht und die Verhinderung genozidalen Massensterbens. Letzteres sieht die Gruppe in der aktuellen Nahrungsmittelspekulation.
Gegenwärtiges Projekt ist ein Film mit dem Titel: Schuld
Ein Denkanstoß für die Intiative "Privatheit & Öffentlichkeit" des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory
Margarete Wegener steht vor den Trümmern ihrer Existenz: Entlassung in einer Welt, die Spekulationen auf Nahrungsmittelpreise nicht länger duldet. Eine Dokumentation, die in das Innenleben einer hochtalentierten Fondsmanagerin des größten ETF auf Nahrungsmittel und in das Fleisch unserer Zivilisation blickt – zersetzt vom Bewusstsein darüber, was getan und was vergessen wird.
Hier ein ca. 5 minütiger Einstieg:
Montag, 12. Dezember 2011
Die verrohte Bürgerlichkeit der Mittelschicht und ihre Unfähigkeit aus der Geschichte zu lernen
Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Das gilt für alle Bevölkerungsschichten. So auch für die Mittelschicht. Die Gruppe, um die sich die Parteien besonders bemühen, wenn sie ihre Strategien für Bundestags- und Landtagswahlen ausrichten. Somit kommt dieser Schicht eine besondere also bedeutende Stellung zu. Was aber, wenn diese sich mehr und mehr von einer modernen, einer aufgeklärten Klasse zu einer dumpfen und rechtspopulistischen Klasse wandelt?
Genau das geschieht laut einer über einen Zeitraum von zehn Jahre laufenden interdisziplinären Langzeitstudie über "Deutsche Zustände". Erstellt vom Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Hervorzuheben sind hierbei diese Befunde:
Genau das geschieht laut einer über einen Zeitraum von zehn Jahre laufenden interdisziplinären Langzeitstudie über "Deutsche Zustände". Erstellt vom Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Hervorzuheben sind hierbei diese Befunde:
- steigende Fremdenfeindlichkeit
- gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
- Hang zu rechten und nationalistischen Haltungen
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